2. Wanderung mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

dsc01750.jpgZum zweiten Mal in diesem Jahr wanderte die Ortsgruppe Unstrut-hainich-Kreis mit ca. 20 geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die in der Clearingstelle in Eigenrode untergebracht sind, sowie einigen dort arbeitenden Pädagog*innen und Begleiter*innen. Sogar Hund Lucy war mit dabei und auch die Sonne bereitete an diesem 03.09. 2016 einen wunderschönen Spätsommertag.

Carmen, aktives NaturFreunde-Mitglied und Geschäftsführung der Clearingstelle, hatte die Wanderung liebevoll vorbereitet: die schöne Strecke am grünen Band wurde von verschiedenen Obstbäumen gesäumt, Blätter-Abbildungen der am Weg stehenden verschiedenen Laubbäumen animierten die Kinder zum Bäume-Suchen und - Erraten (einige merkten sich sogar die Namen der Bäume bis zum Schluss der Wanderung!).

Tiere weideten friedlich und so gab es viel, worüber man sich selbst mit Menschen mit sehr wenig Deutschkenntnissen gut mit Händen und Füßen austauschen konnte. Es wurde viel gefragt, gelacht, übersetzt, verschiedene Sätze in den verschiedenen Sprachen beigebracht. Aber auch einfach untergehakt und gewandert. Das Wasser geteilt, Rucksäcke und Lasten gegenseitig abgenommen - denn einige Male ging es steil bergauf.

Thematisiert wurde auch die ehemalige innerdeutsche Grenze, gerade für die interessant, die sprachlich schon etwas kompetent sind.

Luzia Walsch von der Geschäftsstelle begleitete die Wanderung. Im Gepäck hatte sie unter anderem verschiedene Gruppenspiele und leichte Kreistänze.

Am Ziel, der wunderschönen Burg Normannstein oberhalb von Treffurt, wurden alle Wandernden köstlich versorgt von Siggi und Thoas, aktiv im Mehrgenerationshaus Körner, die mit leckerem Kartoffelsalat bis auf die Burg kamen. Da die beiden großartige Linedancer mit Herzblut sind, wurde auch nach dem Essen noch eine Runde getanzt - unter begeisterter Beteiligung der Jugendlichen. Sie kennen die Linedancer schon von den regelmäßigen Tanzstunden, die die beiden für die Kinder und Jugendlichen anbieten.

Die letzte kleine Rast auf dem Spielplatz rundete den Tag ab - alles in allem eine sehr gelungene Sache, bei der Sprache und Hintergrund gar nicht so wichtig sind. Das gemeinsame Erleben in der Natur steht im Vordergrund. Spaß und gegenseitiges Unterstützen. Alle freuen sich auf ähnliche Folgeveranstaltungen!

 

 

 

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