Lebendige Bibliothek

Workshop in Mihla: Blindes Essen und Vorurteile auf den "ersten Blick"

Warum in die „Ferne“ schweifen, wenn „verwandte“ Verine doch ebenfalls genügend Veranstaltungen organisieren, bei der die Lebendige Bibliothek gefragt ist. Zum Pfingstcamp der NaturFreunde Jugend waren wir vor Ort in Mihla im Hainich/Wartburgkreis.

Diesmal zeigt die Lebendige Bibliothek und ihre Organisatoren ihre ganze Wandlungsfähigkeit und Flexibilität, denn zu Pfingsten agierten wir wieder als Workshop, mit neuer Methodik. Thema und Ziel heute: Selbsterlebende Erfahrung als blinder Mensch machen; Vorurteile gegenüber Blinden und das Leben als blinder Mensch; und konträr dazu, Vorurteile auf den „ersten Blick“!

Aufgabe Nummer eins wurde mit einigen Anlaufschwierigkeiten gelöst: Mit verbundenen Augen galt es, sich Essen zu holen und somit einen ersten Einblick in den Alltag eines blinden Menschen zu erlangen. In der Folge wagten die 20 TeilnehmerInnen gegenseitig einen Blick auf das Äußere der Anwesenden, um frei nach dem Motto „Kleider und Aussehen machen Leute“ Vorurteile auf den ersten Blick zu konstruieren und diese auch auszusprechen. In einer zweiten Phase hatte jeder die Chance, sich zu rechtfertigen und Stellung zu den Vorurteilen zu nehmen. Stimmen diese, oder sind sie komplett aus der Luft gegriffen? Wie fühlt es sich überhaupt an, mit (unwahren) Vorurteilen nur auf Grund seines Aussehens konfrontiert zu werden?

Teil drei bildete den Abschluss des Abends und gleichzeitig auch die klassische Methode der Lebendigen Bibliothek. In teils offener Fragerunde konnten die LeserInnen alles über das Leben als blinder Mensch erfahren, auch, dass diese ebenfalls Vorurteile bilden. Nur eben nicht auf Grund des Aussehens, sondern wegen stimmlicher Merkmale oder auch Gerüchen. Wir danken für den gelungenen Abend!

NaturFreunde-Veranstaltungen

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